ekufleitner | Can't stop drumming

Wieder online

Nachdem ich lange Zeit mit der Erstellung und Pflege meiner Bandseite \(\flat 5\: deluxe\) beschäftigt war, habe ich zwischenzeitlich meine eigene Webpräsenz unter ekufleitner.de pausiert und einfach auf \(\flat 5\: deluxe\) umgeleitet.

Die Arbeiten an \(\flat 5\: deluxe\) sind inzwischen so gut wie abgeschlossen, nur noch kleinere Fehlersuchen und Herumfeilen am Quelltext nehmen noch eine gewisse Zeit in Anspruch.

Deshalb habe ich beschlossen, die Arbeit an meiner eigenen Webpräsenz wieder voranzutreiben. Neben den Inhalten, die mir wichtig sind (Alles rund um's Schlagzeug), geht es mir vor Allem um das Erlernen neuer Techniken im Zusammenhang mit der Erstellung von Webseiten. Dieses Mal widme ich mich also “jekyll”. Eine gute Anleitung ist auf der Homepage des Projektes zu finden.

Was ist Jekyll?

Bei Jekyll handelt es sich um einen sogenannten static site generator. Der Unterschied zu einer dynamisch generierten Webseite (z. B. mit PHP und MySQL) ist grob gesagt, dass die Inhalte der damit erstellten Webseite nicht auf einem Webserver - eben dynamisch, je nach Anfrage -, sondern lokal, auf dem Heim- oder Arbeitsplatzrechner, erstellt und generiert werden, und die fertige HTML-Seitenstruktur auf den Webserver (z. B. über einen FTP-Client wie Filezilla) hochgeladen wird. Bei PHP und MySQL muss ja der Webserver den Quelltext bei jedem Zugriff neu verarbeiten, dieser Schritt fällt bei Jekyll weg, hier liegen die fertigen HTML-Dateien bereits bereit und können direkt an den zugreifenden Browser übergeben werden. Das verspricht - zumindest in einigen Konstellationen - einen gewissen Geschwindigkeitsschub, insbesondere bei mobilem Zugriff ohne schnelle Internetanbindung. Die Vorteile haben natürlich auch ihre Grenzen, je nach Größe des Projektes oder der Menge und Größe der eingebundenen Dateien (Bilder, Videos, Stylesheets, Javascript, externe Schriftarten, etc.). Darüber hinaus eignet sich Jekyll i. d. R. nur für kleinere Webpräsenzen. Mit klein sind hier Webspräsenzen mit weniger als 100 Unterseiten gemeint. Bei größeren Projekten lohnt sich also doch eher der Griff zu einem Content-Management-System (cms) wie Wordpress, Joomla oder Drupal.

Wie nutze ich Jekyll

Die Installation ist relativ einfach. Linux- und MacOS-Nutzer sind hier eindeutig im Vorteil: in einem Terminal wird mit einfachen Kommandozeilenbefehlen das erforderliche Framework installiert, das auf Ruby Gems basiert. Die für die Webpräsenz erforderlichen Dateien werden in einem beliebigen Ordner generiert. Die Konfiguration erfolgt über einfache Textdateien, das Template lässt sich mit HTML und liquid tags erstellen. Beiträge und Seiten werden mit Markdown (manchmal auch Kramdown, ein erweitertes Markdown) generiert. Die erstellten Inhalte lassen sich bequem über einen in dem Framework enthaltenen Webserver (Befehl: bundle exec jekyll serve) unter der lokalen Adresse http://127.0.0.1:4000 testen. Falls zufrieden mit dem Ergebnis, lässt sich die gesamte Seitenstruktur mit dem Befehl jekyll build erstellen. Das Ergebnis landet im Unterordner _site; dessen Inhalt kann genauso auf den Webserver hochgeladen werden.

Wie gesagt: eine genaue Anleitung findet sich hier: “jekyll”. Insbesondere Windows-User können dort nachlesen, wie auch sie relativ einfach in den Genuss dieses Frameworks kommen können (z. B. hier: https://jekyllrb.com/docs/installation/windows/).

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